FRAGMENTS OF THE FUTURE

Fragments of the Future, berlin-weekly, Berlin
27. Juni – 24. July 2020

Installation aus Binchotan Kohle, geköhlerte Buchenstämme, Gips, Kreide, Olivenholzkohle, Palmenkohle, Palmwedelkohle, Pappelblätter Kohle, Schwarzkieferzapfenkohle, verschiedene geköhlerte Objekte, Steineichenkohle, Stoffkohle / Installation from Binchotan charcoal, carbonized beech logs, plaster, chalk, olive charcoal, palm charcoal, palm leaf charcoal, Poplar leaves charcoal, black pine cone charcoal, various carbonized objects, holm oak charcoal, fabric charcoal

(Foto: Daniel Hölzl)

FRAGMENTS OF THE FUTURE

Fragments of the Future, berlin-weekly, Berlin
27. Juni – 24. July 2020

Installation aus Binchotan Kohle, geköhlerte Buchenstämme, Gips, Kreide, Olivenholzkohle, Palmenkohle, Palmwedelkohle, Pappelblätter Kohle, Schwarzkieferzapfenkohle, verschiedene geköhlerte Objekte, Steineichenkohle, Stoffkohle / Installation from Binchotan charcoal, carbonized beech logs, plaster, chalk, olive charcoal, palm charcoal, palm leaf charcoal, Poplar leaves charcoal, black pine cone charcoal, various carbonized objects, holm oak charcoal, fabric charcoal
(Foto: Daniel Hölzl)

TIME IN A TREE

Carbon Dreams, Galerie Parterre, Berlin
4. März – 21. Juni 2020

Raumzeichnung „Time in a Tree“, Robinienholzkohle, Maße 9 x 4,3 x 2m
Die Raumzeichnung zeigt folgende Äste:
Ff 5.1. (1-28), Zz 2 (1-9), Dd 3.2.2. (1-30), Ee (1-16), Ff 5 (1-25), Zz 1 (1-17), Zz 1.3. (1-8), Dd 3.2.1. (1-14), Ff 6 (1-11) & Ee 4, Ff 1.1.2, Ff 1.1. (1-12), Ff 6 (12-23), Ff 3 (2-14), Ff 1 (1-14), Zz 2 (1-14), Zz (1-9), Ff 6 (1-11), Ee 1.1. (1-17), Ee 5 (1-14), Ff 7 (1-6), Ff 1.1. (1-9), Dd 3.2. (1-27), E1 (1-15), Ff 2 (27-37, 1-10), Ff 1.1.3., Dd 3 (1-17), Ee 2.2.1., Ee 2.1. (1-10), Ff 2 (10-26 oder 1-17), Dd 3 (1-11), Dd 3.2.2. (1-10), Dd 3.1 (1-15), Ee 2.1.2, F1 (1-9), Ee 2 (1-12), Dd 1 (1-8), Dd 3.3 (1-) – x, Ee 1.1.  (1-17), Ee 3 .1. (1-27), Bb 1.1. (1-18), Bb 1.1.1. 1-19), Bb 1.1.1. (1-18), Bb 1.2. (1-15)
Vitrinen, Baumscheiben, Analyse einer Robinie, Zeichnungen, Listen, Maße und Zahlen, 240 x 60 x 82cm
Foto: GR Berlin  

 

 

W E C H S E L R A U M

Notes on W E C H S E L R A U M

W E C H S E L R A U M  ist ein transdisziplinäres, kollaboratives Projekt in dessen Mittelpunkt eine Raumzeichnung aus Kohle steht. Künstler*innen aus den Bereichen der Kunst und Wissenschaft sind eingeladen, diese ortsspezifische Arbeit zu übernehmen und zu verändern. Die chemische Umwandlung von Holz in Holzkohle ist Ausgangspunkt für eine gemeinsame Beschäftigung mit aktuellen Zeit- und Raumphänomenen. Während der gesamten Ausstellungsdauer findet ein permanenter Transformationsprozess bis zur Auflösung statt. Der Begriff Wechselraum definiert bei einem Staffellauf den Bereich, in dem eine Läufer*in den Stab an die nächste Läufer*in übergibt.

W E C H S E L R A U M ist ein ephemeres Format an der Schnittstelle von Ausstellung, Performance und Aufführung, bei dem das Material der Holzkohle zum Gegenstand der Kommunikation einzelner künstlerischer und wissenschaftlicher Positionen wird. Der Ausstellungsraum wird zum temporären Labor und öffentlicher Platform, die sich durch die konstante Verwandlung, welche die einzelnen künstlerischen Positionen im Prozess hervorbringen, konstruiert. 

W E C H S E L R A U M ist Diskurs, welcher durch das Wechselspiel und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten über einen festgelegten Zeitraum entsteht. Alles was sich im Raum konstituiert wird zum Ausgangsmaterial für die folgenden Akteure. Jede neue Position in ihrer zeitlichen Folge erzeugt ein temporäres Ordnungssystem, permanente Verwandlung und neue Realität(en) im Raum. Wechselraum ist ein Prozess mit offenem Ende. 

W E C H S E L R A U M  ist eine räumliche und zeitliche Gemeinschaft von Aufführenden und ihrem Publikum. Visuell fragmentarisch, verdichteten sich im konstanten Rollenwechsel verschiedenen Ebenen von Wahrnehmung, Kommunikation, Räumlichkeit und Zeitlichkeit zu einem neuen Kontext. Gesellschaftsrelevanz durch Gemeinschaftsbildung. 

W E C H S E L R A U M ist ein Orchester. Alle Beteiligten führen ein gemeinsames Stück auf und spielen jeweils ihr Solo. Visuelle und klangliche Themen tauchen auf und verschwinden, variieren und wiederholen sich. Handlungsanweisungen, die wie Notenblätter einer Partitur funktionieren, werden an die nächste Künstler*in weitergegeben. Die Wechsel finden immer im gleichen Zeittakt statt. Die Dauer der einzelnen Zeitfenster ist variabel.


W E C H S E L R A U M is a transdisciplinary, collaborative project with a spatial drawing made of (char)coal at its center. Artists* from the fields of art and science are invited to take over and change this site-specific work. The chemical transformation of wood into (char)coal is the starting point for the joint exploration of current time and space phenomena. Throughout the duration of the exhibition, a permanent transformation process will take place until the spatial drawing is dissolved. In a relay race, the term “space of change” defines the area where one runner* passes the baton to the next runner*.

W E C H S E L R A U M is an ephemeral format at the intersection of exhibition, performance, and production, in which the material of (char)coal becomes the object of communication for individual artistic and scientific positions. The exhibition space becomes a temporary laboratory and public platform, constructed through the constant transformation that the individual artistic positions produce in the process. 

W E C H S E L R A U M is a discourse which arises through interplay and communication between all participants over a fixed period of time. Everything that constitutes itself in space becomes the starting material for following artists*. Each new position – in its temporal sequence – creates a temporary system of order, permanent transformation, and new reality(ies) in space. Wechselraum is a process with an open end. 

W E C H S E L R A U M is a spatial and temporal community of performers and their audience. Visually fragmentary, constant shifts in the roles of perception, communication, spatiality, and temporality become condensed into new contexts. Social relevance reified through community building. 

W E C H S E L R A U M is an orchestra. All participants perform a common piece and play their solo. Visual and tonal themes appear and disappear, vary and repeat. Instructions, which function like sheets of music in a score, are passed on to the next artist*. Transitions always take place at the same time. The duration of an individual time frame is varied. 

(Translation by Marié Nobematsu-Le Gassic)

 

WECHSELRAUM Vol.5

Meinblau Projektraum, Berlin, 19. – 20. Januar 2019
Während der gesamten Ausstellungsdauer von 24 Stunden fand ohne Unterbrechung jede Stunde ein Wechsel statt. Stündlich gab es eine Eröffnung, Tag und Nacht.
Mit Studierenden und Absolvent*innen der weissensee kunsthochschule berlin: Friedrich Andreoni, Leonie Behrens, Lydia Belevich, Bibsi, Anna Choi, Manon Dalmas, Dream a Team, Thiseas Efstathopoulos, Daniel Hölzl, Eva Karduck, Dong Geon Isu Kim, Chia-Liang Lai, Alfred Marasigan, Ulrike Mohr, Marié Nobematsu – Le Gassic, Jules Piveteau, Nina Plaskova, Dachil Sado / Diwali Hasskan, Carla Schliephack, Maximilian Schröder, Anna Swagerman, Maria Turik

Dokumentation: (upcoming)

 

VON DEN DINGEN

Für die Ausstellungsreihe „Related to Time“ entsteht eine Raumzeichung „Von den Dingen“. Ausgangspunkt für Ulrike Mohrs Arbeiten ist neben dem Werkstoff der Kohle immer auch dessen Herkunftsort, dessen Kontextbildung und der Produktionsprozess in seiner zeitlichen Dimension. In ihren Raumzeichnungen schweben geköhlerte Äste aus brachliegenden Schrebergärten, fragmentierte Bäume oder geköhlerteres Treibholz aus dem Meer. Zu schwarmähnlichen Formen verdichtet, hängen die fragilen Äste frei im Raum und zeichnen in ihm eine schwarze, geometrische Kohlespur, chaotisch und gerichtet zugleich.

Durch den Transformationsprozess des Köhlerns haben die Äste ihre ursprüngliche Farbgebung verloren, die Details ihrer Oberfläche jedoch sind erhalten und für immer konserviert. Das physische Umgehen und Eintauchen in die räumliche Tiefe der Arbeiten ermöglicht es, die Komplexität, die Leichtigkeit und die Identität der Raumzeichnungen wahrzunehmen. Ulrike Mohr löst die Grenzen zwischen Material, Raum, Zeit und Klang zunehmend auf und schafft so andere Interpretations- und Erfahrungsräume.

„Die Stimme der Dinge ist die Stimme der Kohle, die vom Meereshorizont spricht, wenn sie die Wände der Galerie berührt. Das Sein der Dinge ist die Kohle, wenn sie als verbranntes Holzstück mit ihrem Duft und ihrer Farbe meine Hände schwarz färben, wenn ich sie berühre. Die Natur der Dinge ist konstante Wandlung. Le parti pris des choses bedeutet, die Oberfläche der Dinge, wie sie uns erscheinen, zu betrachten, sie sprechen und leben zu lassen.“ Aus dem Text „Standing on a Surface“ von Alice Goudsmit.

„Von den Dingen“ ist eine Arbeit über materialisierte Form, Zeit und Stimme aus der 6-teiligen Reihe „Related to Time 2018/19“, super bien! gewächshaus für zeitgenössische kunst, 30.11.2018–01.01.2019, Berlin (Fotos: Anne Katrin Stork) | Artist Talk mit der Kunsthistorikerin Alice Goudsmit am Freitag, den 14.12.2018

 

GESCHIEBE

Als „Geschiebe“ bezeichnet man von Gletschern transportierte und in Moränen abgelagerte Gesteinsbrocken. Die Spuren des Geschiebes aus dem Fluss Göschenerreuss werden während des 2-monatigen Stipendienaufenthaltes „aufgezeichnet“ und schreiben sich in Druckplatten ein.
Stiftung Kunstdepot Göschenen, Schweiz, August/September, 2018
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„Bedload“ is the term used to describe rocks transported by glaciers and deposited in moraines. The traces of the bedload from the river Göschenerreuss are „recorded“ during the 2-month scholarship stay and inscribe themselves in printing plates. Foundation Göschenen Art Depot, Switzerland, August/September, 2018 
www.kunstdepot-goeschenen.com

 

CNTRM #7

Wegnahme des Dachs des Pförtner-Pavillions
Architektonische Maßnahme im Rahmen von Centrum Warenhaus,
CNTRM temporary project space / Straße der Pariser Kommune, Juli 2018
Kuratiert und fotografiert von Christof Zwiener, Mitarbeit: Kurt Fritsche
www.cntrm.de
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Removal of the roof of the gatehouse pavilion
Architectural measure within the framework of Centrum Warenhaus,
CNTRM temporary project space / Paris Commune Road, July 2018
Curated and photographed by Christof Zwiener, collaboration: Kurt Fritsche www.cntrm.de

Ulrike Mohr CNTRM #7 Ulrike Mohr CNTRM #7 Ulrike Mohr CNTRM #7 Ulrike Mohr CNTRM #7

FREILEGUNG

DIALOGFELDER / Kunst und Performance im öffentlichen Raum
Chemnitz, Mai 2018
Pflanzung von nachtaktive Pflanzen: Nachtjasmin, Schwarze Stockrose, Heliotrop, Sternbalsam Zulu Snowflake, Gelbe Taglilie, Mondwinde, Gemshorn, Bittersüßer Nachtschatten, Nachtviole und Nachtkerze.
Inszenierte Ausgrabungsstelle 6 x 6 m, Vitrinen mit Fundstücken
Foto: Mandy Knospe, 2018 | Assistenz: Lukas Kleinert
„Bis zum Ausbruch eines Vulkans vor 291 Millionen Jahren war Chemnitz eine tropische Oase. Nun verbirgt sich unter dem Sonnenberg ein versteinerter Wald. Die experimentelle Forschungsgrabung bringt Licht in das Dunkel der Kulturschichten von Chemnitz und legt nachtaktive Pflanzen frei, die mit Hilfe von Sonnenlicht auf dem Sonnenberg wachsen. Ihre Blüten leuchten im Dunkeln, verströmen bei Nacht einen besonderen Geruch, öffnene ihre Blüten erst bei Nacht oder verändern ihren Duft bei Nacht und ziehen Nachtfalter an.“
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DIALOGFELDER / Art and performance in public space, Chemnitz, May 2018
Planting of nocturnal plants: Night Jasmine, Black Hollyhock, Heliotrope, Star Balm Zulu Snowflake, Yellow Daylily, Moon Winds, Gemshorn, Bittersweet Nightshade, Midnight Violet and Evening Primrose.
Staged excavation site 6 x 6 m, showcases with found objects
Photo: Mandy Knospe, 2018 | Assistance: Lukas Kleinert
„Until a volcano erupted 291 million years ago, Chemnitz was a tropical oasis. Now a petrified forest hides beneath Sonnenberg. The experimental research excavation brings light into the darkness of the cultural layers of Chemnitz and uncovers nocturnal plants that grow on the Sonnenberg with the help of sunlight. Their flowers glow in the dark, exude a special smell at night, open their flowers only at night or change their smell at night and attract moths“.

Ulrike Mohr: Freilegung Ulrike Mohr: Freilegung Ulrike Mohr: Freilegung Ulrike Mohr: Freilegung

LINE OF THOUGHTS

Raumzeichnung mit geköhlerten Schindeln
Ausstellung „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“
Kunsthaus Dresden
20. Jun – 4. Okt 2020
(Foto: Volker Kreidler) 

 


 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Raumzeichnung mit geköhlerten Schindeln
Ausstellung mit Natalia Stachon
// Spacial drawing of carbonized shingles
Exhibition with Natalia Stachon
Next Visit,  11. February – 2. March, 2018
www.nextvisit.de 
(Foto: Jens Ziehe)

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