W E C H S E L R A U M*

WECHSELRAUM Vol.1-5

WECHSELRAUM Vol.1
Projektraum Meinblau, Berlin, 16. – 18. Oktober 2015
Zweistündige Wechsel
Mit Isaac Chong, Florian Dombois, Franziska Furter, Alice Goudsmit, Ulrike Mohr, Moritz Nitsche, Katja Pudor, Silvia Ploner & Nicolas Perret, Max Sudhues, Sound: Iannis Xenakis

WECHSELRAUM Vol.2
Deutscher Künstlerbund | Projektraum, Berlin, 25. November 2016 – 17. Februar 2017
Wöchentliche Wechsel
Mit Matthias Beckmann, Isaac Chong, Florian Dombois, Franziska Furter, Alice Goudsmit, Ilona Kálnoky, Ulrike Mohr, Moritz Nitsche, Katja Pudor, Nicolas Perret & Silvia Ploner, Jasmin Schaitl & William „Bilwa“ Costa, Eva-Maria Schön, Max Sudhues

WECHSELRAUM Vol. 3
Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, Campus Toni-Areal|Transdisziplinarität, 9. – 12. Januar 2018
Zweistündige Wechsel
Mit Florian Dombois, Ulrike Mohr und Mit Studierenden der ZHdK Zürich: Piet Esch, Sofia Fernandez, Anna Froelicher, Rafaela Fuchs, Louis Gasser, Eren Karakus, Carol Müller, Deborah Müller, Annina Schäubli, Doris Signer, Claudia Siragna

WECHSELRAUM Vol. 4
art residency wildbad, Rothenburg ob der Tauber, 23. November 2018 – 24. November 2018
Während der gesamten Ausstellungsdauer von 24 Stunden fand ohne Unterbrechung alle zwei Stunden ein Wechsel statt. Alle zwei Stunden gab es eine Eröffnung, Tag und Nacht.
Mit Matthias Beckmann, Florian Dombois, Alice Goudsmit, Ilona Kalnoky, Hannah del Mestre & Lukas Kleinert, Ulrike Mohr, Katja Pudor & Nicole Wendel, Jasmin Schaitl, Max Sudhues, Judith Weber, Justus Weiß, Georg Winter

WECHSELRAUM Vol. 5
Meinblau Projektraum, Berlin, 19. – 20. Januar 2019
Während der gesamten Ausstellungsdauer von 24 Stunden fand ohne Unterbrechung jede Stunde ein Wechsel statt. Stündlich gab es eine Eröffnung, Tag und Nacht.

Ulrike Mohr mit Studierenden und Absolvent*innen der weissensee kunsthochschule berlin: Friedrich Andreoni, Leonie Behrens, Lydia Belevich, Bibsi, Anna Choi, Manon Dalmas, Dream a Team, Thiseas Efstathopoulos, Daniel Hölzl, Eva Karduck, Dong Geon Isu Kim, Chia-Liang Lai, Alfred Marasigan, Marié Nobematsu – Le Gassic, Jules Piveteau, Nina Plaskova, Dachil Sado / Diwali Hasskan, Carla Schliephack, Maximilian Schröder, Anna Swagerman, Maria Turik

W E C H S E L R A U M is a transdisciplinary, collaborative project that focuses on a space drawing made of coal by Ulrike Mohr. She invites artists from the fields of art and science to take over and change the site-specific work. The chemical transformation of wood into charcoal is the starting point for a joint engagement with current phenomena of time and space. Throughout the entire duration of the exhibition, a permanent transformation process takes place until dissolution. Carbonized trees, branches and objects become materialized memories. Charcoal embodies this state, it is an aggregate state of special form, concentration and compression. 

W E C H S E L R A U M is an ephemeral format at the interface of exhibition, performance and enactment, in which the material of the charcoal becomes the object of communication between individual artistic and scientific positions. The exhibition space becomes a temporary laboratory and public platform, which is constructed through the constant transformation of the individual artistic positions in the process. 

W E C H S E L R A U M is discourse that arises from the interplay and communication between all participants over a fixed period of time. Everything that constitutes itself in space becomes the starting material for the following actors*. Each new position in its temporal sequence creates a temporary ordering system, permanent transformation and new reality(s) in space. Wechselraum as a process with an open end. 

W E C H S E L R A U M is a spatial and temporal community of performers and their audience. Visually fragmentary, in a constant change of roles different levels of perception, communication, spatiality and temporality condense into a new context. Social relevance through community building. 

W E C H S E L R A U M is an orchestra. All participants perform a common piece and play their solo in each case. Visual and tonal themes emerge and disappear, vary and repeat themselves. Instructions for action, which function like sheet music of a score, are passed on to other artists* or the audience is involved in the actions.

*In a relay race, the term W E C H S E L R A U M defines the area in which a runner*in hands over the baton to the next runner*in.

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W E C H S E L R A U M  ist ein transdisziplinäres, kollaboratives Projekt in dessen Mittelpunkt eine Raumzeichnung aus Kohle von Ulrike Mohr steht. Sie lädt Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen der Kunst und Wissenschaft ein, die ortsspezifische Arbeit zu übernehmen und zu verändern. Die chemische Umwandlung von Holz in Holzkohle ist Ausgangspunkt für eine gemeinsame Beschäftigung mit aktuellen Zeit- und Raumphänomenen. Während der gesamten Ausstellungsdauer findet ein permanenter Transformationsprozess bis zur Auflösung statt. Aus geköhlerten Bäumen, Ästen und Objekten werden materialisierte Erinnerungen. Die Kohle verkörpert diesen Zustand, sie ist ein Aggregatzustand der besonderen Form, der Konzentration und Verdichtung. 

W E C H S E L R A U M  ist ein ephemeres Format an der Schnittstelle von Ausstellung, Performance und Aufführung. Das Material der Holzkohle wird zum Gegenstand der Kommunikation einzelner künstlerischer und wissenschaftlicher Positionen. Der Ausstellungsraum wird zum temporären Labor und öffentlicher Platform, die sich durch die konstante Verwandlung, welche die einzelnen künstlerischen Positionen im Prozess hervorbringen, konstruiert. 

W E C H S E L R A U M  ist Diskurs, welcher durch das Wechselspiel und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten über einen festgelegten Zeitraum entsteht. Alles was sich im Raum konstituiert wird zum Ausgangsmaterial für die folgenden Akteur*innen. Jede neue Position in ihrer zeitlichen Folge erzeugt ein temporäres Ordnungssystem, permanente Verwandlung und neue Realität(en) im Raum. Wechselraum als Prozess mit offenem Ende. 

W E C H S E L R A U M. ist eine räumliche und zeitliche Gemeinschaft von Aufführenden und ihrem Publikum. Visuell fragmentarisch, verdichteten sich im konstanten Rollenwechsel verschiedene Ebenen von Wahrnehmung, Kommunikation, Räumlichkeit und Zeitlichkeit zu einem neuen Kontext. Gesellschaftsrelevanz durch Gemeinschaftsbildung. 

W E C H S E L R A U M  ist ein Orchester. Alle Beteiligten führen ein gemeinsames Stück auf und spielen jeweils ihr Solo. Visuelle und klangliche Themen tauchen auf und verschwinden, variieren und wiederholen sich. Handlungsanweisungen, die wie Notenblätter einer Partitur funktionieren, werden an andere Künstler*innen weitergegeben oder das Publikum wird in die Aktionen involviert. Der Raum wird zum wechselnden Instrument.

*Der Begriff W E C H S E L R A U M  definiert bei einem Staffellauf den Bereich, in dem eine Läufer*in den Stab an die nächste Läufer*in übergibt.

WECHSELRAUM Vol.5

Meinblau Projektraum, Berlin, 19. – 20. Januar 2019

Während der gesamten Ausstellungsdauer von 24 Stunden fand ohne Unterbrechung jede Stunde ein Wechsel statt. Stündlich gab es eine Eröffnung, Tag und Nacht.
Mit Studierenden und Absolvent*innen der weissensee kunsthochschule berlin: Friedrich Andreoni, Leonie Behrens, Lydia Belevich, Bibsi, Anna Choi, Manon Dalmas, Dream a Team, Thiseas Efstathopoulos, Daniel Hölzl, Eva Karduck, Dong Geon Isu Kim, Chia-Liang Lai, Alfred Marasigan, Ulrike Mohr, Marié Nobematsu – Le Gassic, Jules Piveteau, Nina Plaskova, Dachil Sado / Diwali Hasskan, Carla Schliephack, Maximilian Schröder, Anna Swagerman, Maria Turik

 

VON DEN DINGEN

Für die Ausstellungsreihe „Related to Time“ entsteht eine Raumzeichung „Von den Dingen“. Ausgangspunkt für Ulrike Mohrs Arbeiten ist neben dem Werkstoff der Kohle immer auch dessen Herkunftsort, dessen Kontextbildung und der Produktionsprozess in seiner zeitlichen Dimension. In ihren Raumzeichnungen schweben geköhlerte Äste aus brachliegenden Schrebergärten, fragmentierte Bäume oder geköhlerteres Treibholz aus dem Meer. Zu schwarmähnlichen Formen verdichtet, hängen die fragilen Äste frei im Raum und zeichnen in ihm eine schwarze, geometrische Kohlespur, chaotisch und gerichtet zugleich.

Durch den Transformationsprozess des Köhlerns haben die Äste ihre ursprüngliche Farbgebung verloren, die Details ihrer Oberfläche jedoch sind erhalten und für immer konserviert. Das physische Umgehen und Eintauchen in die räumliche Tiefe der Arbeiten ermöglicht es, die Komplexität, die Leichtigkeit und die Identität der Raumzeichnungen wahrzunehmen. Ulrike Mohr löst die Grenzen zwischen Material, Raum, Zeit und Klang zunehmend auf und schafft so andere Interpretations- und Erfahrungsräume.

„Die Stimme der Dinge ist die Stimme der Kohle, die vom Meereshorizont spricht, wenn sie die Wände der Galerie berührt. Das Sein der Dinge ist die Kohle, wenn sie als verbranntes Holzstück mit ihrem Duft und ihrer Farbe meine Hände schwarz färben, wenn ich sie berühre. Die Natur der Dinge ist konstante Wandlung. Le parti pris des choses bedeutet, die Oberfläche der Dinge, wie sie uns erscheinen, zu betrachten, sie sprechen und leben zu lassen.“ Aus dem Text „Standing on a Surface“ von Alice Goudsmit.

„Von den Dingen“ ist eine Arbeit über materialisierte Form, Zeit und Stimme aus der 6-teiligen Reihe „Related to Time 2018/19“,
Artist Talk mit der Kunsthistorikerin Alice Goudsmit am Freitag, den 14.12.2018

super bien!
gewächshaus für zeitgenössische kunst, 30.11.2018–01.01.2019, Berlin

Fotos: Anne Katrin Stork

GESCHIEBE

Als „Geschiebe“ bezeichnet man von Gletschern transportierte und in Moränen abgelagerte Gesteinsbrocken.

Die Spuren des Geschiebes aus dem Fluss Göschenerreuss werden während des 2-monatigen Stipendienaufenthaltes „aufgezeichnet“ und schreiben sich in Druckplatten ein.
work in progress, Stiftung Kunstdepot Göschenen, Schweiz, August/September, 2018

www.kunstdepot-goeschenen.com

CNTRM #7

In zwölf Kapitel unterteilte, ortsspezifische Interventionen und Transformationen
#7, Wegnahme des Dachs, Pförtner-Pavillion, Centrum Warenhaus,
CNTRM temporary project space / Straße der Pariser Kommune, 30. Juli 2018
Kuratiert und fotografiert von Christof Zwiener, Mitarbeit: Kurt Fritsche

www.cntrm.de

Ulrike Mohr CNTRM #7 Ulrike Mohr CNTRM #7 Ulrike Mohr CNTRM #7 Ulrike Mohr CNTRM #7

FREILEGUNG

DIALOGFELDER / Kunst und Performance im öffentlichen Raum
Chemnitz, Mai 2018
Nachtaktive Pflanzen: Nachtjasmin Cestrum nocturnum, Schwarze Stockrose
Alcea rosea v. nigra, Heliotrop Heliotropium arborescens, Sternbalsam Zulu Snowflake Zaluzianskya ovata, Gelbe Taglilie Hemerocallis lilioasphodelus, Mondwinde Ipomoea alba, Gemshorn Matthiola longipeta, Bittersüßer Nachtschatten Solanum dulcamara, Nachtviole Hesperis matronalis, Nachtkerze Oenothera pallida,
inszenierte Ausgrabungsstelle 6 x 6 m, Vitrinen mit Fundstücken

Bis zum Ausbruch eines Vulkans vor 291 Millionen Jahren war Chemnitz eine
tropische Oase. Nun verbirgt sich unter dem Sonnenberg ein versteinerter Wald. Die experimentelle Forschungsgrabung bringt Licht in das Dunkel der Kulturschichten von Chemnitz und legt nachtaktive Pflanzen frei, die mit Hilfe von Sonnenlicht auf dem Sonnenberg wachsen. Ihre Blüten leuchten im Dunkeln, verströmen bei Nacht einen besonderen Geruch, öffnene ihre Blüten erst bei Nacht oder verändern ihren Duft bei Nacht und ziehen Nachtfalter an.

Foto: Mandy Knospe, 2018
Assistenz: Lukas Kleinert

Ulrike Mohr: Freilegung Ulrike Mohr: Freilegung Ulrike Mohr: Freilegung Ulrike Mohr: Freilegung

TRANSPOSITION

BLACK SEA RESONANCE
Transposition / 6th edition of Sinopale – International Sinop Biennial

Sinop, Turkey, 1th August to 17th September 2017
Spacial drawing of driftwood charcoal
4 x 7 x 5 m

Ulrike Mohr’s artistic approach utilizes material transformation processes that are influenced by complex research and knowledge. Over the past years, the burning of char has become a central modus operandi in her work. Mohr’s large “spatial drawings” are characterized by an attention to detail and surface: Subtle textures of everyday objects are as important to her as the attempt to uncover relationships between aesthetics and science – present and past.
In Sinop she collects drift wood from the Black Sea, transforms the found objects into charcoal and shows them as a large spacial drawing. Ulrike Mohr’s work is a metaphorical scratching on the surface of materials, making the individual layers visible and thus communicating the capacity for physical change implicit within each material substance. Black Sea Resonance involves acquiring a standpoint which is both very close to the object, literally touching the material in question, while also remaining distantly observant, resonating to the patterns of Black Sea.

Ulrike Mohr: BLACK SEA RESONANCE – Transposition
Foto: Ingo Arend

Ulrike Mohr: BLACK SEA RESONANCE – Transposition
Foto: Sophie Baumgärtner

WASSERZEICHNUNG

Transforming & floating charcoal drawing on water
12 x 6 m
Geköhlertes Holz / Charcoal, Draht / Wire

Group exhibition „Odyssee, curated by Vlado Velkov
Möhnesee 20.–30.7.2017
Kunstverein Arnsberg 28.7.–10.9.2017

Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung Ulrike Mohr: Wasserzeichnung

 

 

VOM WASSER

Wassersammlung Uckermark

1 Tümpel bei Groß Fredenwalde | 2 Graben bei Behrendsee | 3 Behrendsee | 4 Schmaler Temmensee | 5 Düstersee | 6 Großer Krinertsee | 7 Mühlensee | 8 Großer Kölpinsee  | 9 Sölle in der Grundmoräne  | 10 Tümpel Wiese | 11 Kanal | 12 Sabinensee  | 13 Flith Löschteich | 14 Graben bei Fliths Mühle | 15 Wrietzensee | 16 Oberuckersee | 17 Boot Gut-Fergitz | 18 Großer Potzlowsee  | 19 Graben bei Potzlow | 20 Teich Gustavs Ruhe | 21 Haussee Suckow | 22 Wasserpumpe Inge Mahn | 23 Plückvogel | 24 Regenwasser

Stallmuseum, Groß Fredenwalde, 29. April–29. Mai 2017
Fotos: Michael Otto und Andreas Morgenstern

Ulrike Mohr: Vom Wasser Ulrike Mohr: Vom Wasser Ulrike Mohr: Vom Wasser Ulrike Mohr: Vom Wasser Ulrike Mohr: Vom Wasser Ulrike Mohr: Vom Wasser Ulrike Mohr: Vom Wasser Ulrike Mohr: Vom Wasser Ulrike Mohr: Vom Wasser Ulrike Mohr: Vom Wasser